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Quelle: www.integral.transpersonal.de
Auf: www.transpersonal.de

Konzeptionspapier

Stiftung zur Förderung integraler
Wissenschaft und Kultur

(Arbeitstitel)

download: als rtf-Datei

Wir haben heute eine gewaltige Menge Daten, die beweisen, dass das gegenwärtige wissenschaftliche Verständnis von Bewusstsein und vom menschlichen Verstand unzulänglich und unhaltbar sind. Doch all dieses Material wird bis heute von der institutionell herrschenden Wissenschaft völlig ignoriert...
Stanislav Grof

Wir bewegen uns auf eine neue Kultur zu, von der Wissenschaft und die alten Weisheiten jeweils ein Teil sein und in der sie beide zu einem neuen Zusammenschluss gelangen könnten. Im optimalen Fall ist das
nicht eine blosse Wiedergewinnnung oder Wiederholung der Vergangenheit,
sondern eine neue Synthese.
Ervin Laszlo
beide in: "Bewusstseinsrevolution", Riemann 1999


1. Ausgangslage und Anlass für die Stiftungsgründung

1.1 Im öffentlichen Leben Deutschlands nehmen heute ausserhalb des wissenschaftlichen und kirchlichen Mainstreams liegende Weltanschauungen und Methoden eine ambivalente Stellung ein. Auf der einen Seite befasst sich eine zunehmende Zahl von Menschen mit den unterschiedlichsten Formen von Spiritualität und Esoterik sowie mit dem grossen Angebot an neuentstandener Lebensberatung und Lebenshilfe. Dem entspricht ein wachsendes Interesse beispielsweise an den theoretischen Ergebnissen der Forschung in Grenzgebieten der Wissenschaft und den praktischen Anwendungen lebensenergetischer Systeme.
Auf der anderen Seite wird von den meisten massgeblichen Exponenten etablierter Kultur und Wissenschaft die erkenntnismässige, gesellschaftliche oder auch spirituelle Relevanz dieser Angebote und Forschungen bestritten. In Politik, Literatur und Medien werden sie oft pauschal als Rückfall in irrationale, vorwissenschaftliche, gegenaufklärerische oder faschistoide Denkweisen dargestellt.

Diese sehr divergierenden Haltungen lassen eine differenzierte und unbefangene Betrachtung der alternativen Angebote ratsam erscheinen. Von besonderem Interesse könnten dabei Konzepte sein, die nicht ein um die Bedeutung der rationalen Erkenntnis- und Steuerfähigkeit geschmälertes, sondern im Gegenteil ein um zusätzliche transpersonale Wahrnehmungspotentiale erweitertes Menschenbild vermitteln.

Zu untersuchen wäre in dem Zusammenhang auch, ob im Nachkriegsdeutschland ein bis in die Gegenwart wirksames Tabu auf der Diskussion von Forschungs- und Erkenntnisansätzen liegt, die über eine vergleichsweise eng gefasste Wissenschafts- und Weltanschauungsdefinition hinausgehen. Mögliche Gründe für eine derartige Selbstbeschränkung könnten in der durch die politische (Un-)Religion des Nationalsozialismus belasteten Vergangenheit liegen.

1.2 Im Ausland sind bereits seit einiger Zeit Anzeichen für eine weitergehende und unvoreingenommene Entwicklung zu beobachten. Erwähnenswert ist in dem Zusammenhang eine repräsentative Studie von Paul Ray, die einen zunehmenden Wertewandel bei einem erheblichen Teil der US-Bevölkerung (und indizienweise in allen westlichen Ländern) in den letzten Jahrzehnten verzeichnet. Das Wertespektrum dieser Kulturell Kreative genannte Gruppierung zeichnet sich dadurch aus, dass es unkonventionelle spirituelle und selbstverwirklichende Lebenshaltungen mit gesellschaftlichem, kulturellem, ökologischem und politischem Engagement vereint.

Entsprechungen findet dieser Wertewandel in diversen Diskussionen einer trans- oder postrationalen Erkenntnis- und Wahrnehmungsebene, die sich an Hand definierter Kriterien von den historischen Ausdrucksformen prärationaler Religiosität und vorwissenschaftlichem Weltverständnisses unterscheidet. Als Beispiele seien hier die Transpersonale Psychologie und die Kennzeichnung der Kriterien menschheitlicher Bewusstseinsepochen durch Ken Wilber, die integralen Evolutionsphilosophien von Sri Aurobindo Ghose und Jean Gebser sowie der ganzheitlich-systemorientierte Wissenschaftsentwurf von Ervin Laszlo aufgeführt.

Es erscheint vielen Beobachtern an der Zeit, dass Deutschland Anschluss an diesen globalen und für eine umfassende und nachhaltige Lösung der drängenden gesellschaftlichen, ökologischen, kulturellen, ethischen und ökonomischen Fragen notwendigen Diskurs sucht und erhält.


2. Aufgaben der Stiftung

2.1 Die Stiftung soll der Förderung, Initiierung und gesellschaftlichen Vermittlung von integralen und transpersonalen Erkenntnis- und Handlungsweisen in Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft dienen. Diese operative und fördernde Ausrichtung soll mit Hilfe von Symposien, Publikationen und Kongressen sowie der Bezuschussung und Durchführung von Experimenten, Forschungen, Initiativen und Projekten im wissenschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Bereich verwirklicht werden.

2.1.1 Beispiel: Mithilfe bei der Etablierung eines Lehrstuhls für Bewusstseinsforschung.
Ziel einer solchen Einrichtung wäre unter anderem, mittels empirischer Dokumentation und Hypothesenbildung natur- und geisteswissenschaftlich bisher unzureichend oder nicht definierte Phänomene und Ausdrucksformen menschlichen Bewusstseins (auch in ihrer jeweiligen spirituellen, sozialen, psychologischen und körperlichen Auswirkung) zu untersuchen.

2.1.2 Beispiel: Förderung der Forschung zu modernen Lebensenergiekonzepten. Verschiedene Forschungsansätze gehen heute von organisierenden Kräften aus, die vor und hinter der Materie Leben bewirken. Traditionelle Vorstellungen eines einheitlichen und lebendigen Universums könnten mit diesen Konzepten und Untersuchungsmethoden eine zeitgemässe Verifizierung erfahren.

2.2 Neben den hier nur modellhaft angeführten Einzelbeispielen ist die Förderung und Initiierung einer Vielzahl weiterer, vor allem interdisziplinär ausgerichteter Forschungs- und Praxisvorhaben denkbar. Besondere Unterstützung sollte in jedem Fall in der öffentlichen Vermittlung der dabei gewonnenen Erkenntnisse liegen.

3. Aktionsrahmen im Vorfeld der Stiftungsgründung

Etablierung eines "Arbeitskreises Stiftungsgründung". Seine Aufgabe liegt zum einen in der weiteren konzeptionellen Ausarbeitung der zukünftigen Stiftungsarbeit sowie in der Entwicklung von Satzung und Stiftungsaufbau in Kooperation mit professionellen Beratern (z.B. Institut für Stiftungsberatung).
Zum anderen obliegt dem Arbeitskreis die Aufgabe der Definierung und Kontaktierung von geeigneten Stifterpersönlichkeiten bzw. (Zu-)Stifterorganisationen.

4. Vorläufiger Etatplan

4.1 Kosten "Arbeitskreis Stiftungsgründung"

4.1.1 Aufwandsentschädigung für Recherchetätigkeit (Korrespondenz,
Reisen, Kontaktgespräche, Präsentationen etc.)
Gesamt € 5.000,-

4.1.2 Honorar Stiftungsberater (Fremdkosten)
Gesamt € 2.500,-

4.1.3 Erstellung geeigneter Akquisematerialien (Faltblatt, Broschüre,
Präsentations-Charts etc)
Gesamt € 2.500,-

4.1.4 Kosten "AK Stiftungsgründung"
Gesamt € 10.000,-

Anmerkung: Die vorbereitenden Recherche- und Konzeptionsarbeiten des "AK Stiftungsgründung" können kaum honoriert, sondern müssen in ihrer Arbeitsleistung zum grössten Teil als ehrenamtliche Tätigkeit bzw. in Vorleistung erbracht werden. Die Aufwandsentschädigung bezieht sich im wesentlichen auf entstehende Neben- bzw. Honorarausfallkosten.

4.2 Gründungsbeantragung
-Mindestkapital- € 50.000,-

Anmerkung: Falls bei der Gründung zwar das notwendige Mindestkapital, nicht aber eine für den Umfang der vorgesehenen Aktivitäten hinreichende Kapitalsumme vorliegt, muss die Tätigkeit des Vorstands zunächst in der zusätzlichen Mittelgenerierung bzw. der Gewinnung von weiteren Zustiftern bestehen.

5. Projektträger und wissenschaftliche Begleitung

5.1 Konzeptträger des vorliegenden Grundlagenpapiers

Büro für Öffentlichkeitsarbeit / Agentur Medien & Events
beide: Danzigerstr.121, 10407 Berlin
Ansprechpartner: Wolfgang Schmidt-Reinecke, M.A. und Jutta Gruber, M.A.
Tel . 030 - 42 80 31 55 oder - 92 09 13 75, Fax 030 - 92 09 13 76
eMail: info@transpersonal.de

URL: www.integral.transpersonal.de/Stiftung.html (jeweils aktuellste Fassung des Stiftungskonzeptes sowie gegebenenfalls neue Entwicklungen des Gründungsprozesses)

5.2 Verwaltungsträger im Rahmen der Recherche- und Vorbereitungsphase

Verwaltungsträger des Stiftungsprojektes ist bis zum Gründungsakt die gemeinnützige
Deutsche Transpersonale Gesellschaft (DTG) e.V. Die Satzung der Gesellschaft weist entsprechende Übereinstimmungen mit dem Anliegen der Stiftung auf.

Die Arbeit in der Vorbereitungsphase der Stiftungsgründung kann von Privatpersonen und/oder Institutionen mittels Spenden an die DTG unterstützt und ermöglicht werden.

Bankverbindung:
Deutsche Transpersonale Gesellschaft e.V.

Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 100 205 00)
Kto.-Nr 3387402

Stichwort "Stiftung"

5.3 Wissenschaftliche Begleitung und Unterstützung

Das Projekt der Stiftungsgründung wird derzeit von folgenden Personen wissenschaftlich begleitet oder anderweitig unterstützt:

  • Prof. Dr. Wilfried Belschner
    Universität Oldenburg, Psychologie I
  • Dr. Dr. Harald Walach PhD
    Klinikum der Universität Freiburg, Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene
  • Marco Bischof
    Wissenschaftsautor, Berlin
  • Prof. Dr. Dr. Klaus Engel
    Westfälisches Zentrum für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Dortmund
  • Prof. Dr. Johannes Heinrichs
    Humbold-Universität Berlin, Sozialökologie und Agrarkultur
  • Dr. Maik Hosang
    Humbold-Universität Berlin, Sozialökologie und Agrarkultur
  • Alexandra Schwarz-Schilling
    Diplom-Betriebswirtin, Diplom-Psychologin, Berlin